Per WEG-Novelle zur ­Digitalisierung - Wohnungseigentümer, Eigentümergemeinschaften und Immobilienverwalter bekommen mehr ­Spielraum bei Entscheidungen zu Modernisierungsmaßnahmen wie Glasfaseranschlüssen.
09.03.2021 Ausgabe: 1/21

Die am 1. Dezember 2020 in Kraft getretene Gesetzesnovelle ist die erste wirkliche Neugestaltung des seit 1951 mehr oder minder unveränderten Wohnungseigentumsgesetzes (WEG). Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Durchführung baulicher Veränderungen am Gemeinschaftseigentum: Nach § 20 Abs. 1 WEG-neu sind diese jetzt mit einfacher Mehrheit möglich, ohne dass es auf die Zustimmung aller betroffenen Eigentümer ankommt. Zudem hat jeder Wohnungseigentümer einen Anspruch darauf, dass ihm Modernisierungen auf eigene Kosten wie etwa der Zugang zu einem schnellen Internetanschluss gestattet werden (§ 20 Abs. 2 WEG-neu).

Dass bauliche Maßnahmen nun endlich flexibler als bisher beschlossen und umgesetzt werden können, ist Herausforderung und Chance zugleich. Denn nicht jedes Modernisierungsvorhaben ist automatisch eine Investition, die sich langfristig rentiert. Das gilt ganz besonders im Hinblick auf Investitionen in die Breitbandversorgung.

Das Gigabitzeitalter erfordert hohe Bandbreiten
Die im Zuge der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen haben auch in Deutschland für einen wahren Digitalisierungsschub gesorgt. So hat sich beispielsweise gezeigt, dass sich Homeoffice und Homeschooling zeitgleich in einem Haushalt ohne einen Internetzugang mit schnellen Up- und Download-Geschwindigkeiten als problematisch erweisen. Auch Smart Home und intelligentes Gebäudemanagement setzen die Verfügbarkeit hoher Bandbreiten voraus. Doch welche Art der Breitbandversorgung ist die beste? Welche Technologie hat das größte Zukunftspotenzial?

Vectoring ist nur kurzfristig eine Lösung
Die Vectoring-Technologie ist eine Performance-Erweiterung bestehender VDSL-Netze, die bis zum Verteilerkasten auf der Straße aus Glasfaserleitungen bestehen (FTTC). Auf dem Weg vom Verteilerkasten ins Gebäude kommt es aufgrund der weiterhin genutzten Kupferkabel jedoch zu einem Absinken der Datenrate. Ursache dafür ist neben der Entfernung, die das Signal zurücklegt, auch die Beschaffenheit der Leitung. Die besteht nämlich aus vielen Kabelbündeln. Wenn mehrere Kupferader-Paare zusammenlaufen, kommt es zu elektromechanischen Störungen bzw. Signalüberlagerungen, die den Datenfluss behindern. Vectoring sorgt dafür, diese Störeinflüsse zu reduzieren, sodass sich die Datenrate verbessert. Da Kupferkabel in ihrer Leistungsfähigkeit materialbedingt nach oben hin begrenzt sind, lässt sich die Performance von Glasfaserleitungen aber auch mit Vectoring nicht einmal annähernd erreichen.

Zukunftstechnologie Glasfaser
Kurzfristig mag Vectoring als sinnvolle Lösung für schnelleres Internet erscheinen. Auf lange Sicht ist diese Technologie Glasfasernetzen bis ins Gebäude (FTTB) oder gar bis in die Wohnung (FTTH) aber klar unterlegen. Das hängt damit zusammen, dass Glasfaser anders als Kupfer eine störungsfreie Datenübertragung auch über weite Distanzen gewährleistet. Noch entscheidender aber ist, dass Glasfaser nahezu unbegrenzte Bandbreiten liefert. Neben Highspeed-Internet können so auch eine intelligente Gebäudesteuerung und Smart-Home-Dienste ohne Performance-Einbußen genutzt werden.

Mehr Leistung, weniger Kosten, gut für die Umwelt

  • Die Übertragung von Lichtsignalen über Glasfaser bietet eine superschnelle und störungsfreie Datenübertragung bei nahezu unbegrenzter Bandbreite.
  • Im Vergleich zu Kupfer- oder Koaxnetzen lassen sich bei hausinternen Glasfasernetzen etwa 40 Prozent Materialkosten einsparen.
  • Im Netzbetrieb reduzieren sich die Energiekosten um etwa 85 Prozent. Auf diese Weise trägt Glasfaser auch mit dazu bei, die CO2-Emissionen zu ­minimieren.

Auf Zukunftssicherheit setzen
Neben schnellem Internet wünschen sich Eigentümer und deren Mieter auch eine zeitgemäße TV-Versorgung. Neue technologische Standards wie HD, UHD und in naher Zukunft 8K erfordern ebenfalls hohe Bandbreiten.

Tipp:
Nutzen Sie als Verwalter Ihre neuen Freiheiten, und prüfen Sie, ob die existierende Breitband- und TV-Versorgung den Bedürfnissen der Eigentümergemeinschaft wirklich entspricht.

Die optische SAT-ZF-Übertragung ist hier gegenüber anderen Empfangswegen klar im Vorteil. Denn sie kombiniert die Vorzüge des Satellitenfernsehens mit der Internetversorgung über Glasfaser. Dabei wird das TV-Signal via Satellit empfangen und per Glasfaser verlustfrei weitergeleitet. So lassen sich über eine einzige Satellitenanlage tausende Haushalte zuverlässig versorgen. Zudem ist SAT-TV auch bei Internetausfall noch vorhanden und absolut bandbreitenneutral. Eigentümer profitieren davon, dass die Fassaden der Wohngebäude intakt bleiben und der Wohnwert steigt, und die Mieter dürfen sich über Highspeed-Internet sowie Fernsehen mit enormer Programmvielfalt in bester Bild- und Tonqualität freuen, zu fairen Konditionen.

Kooperation für bedarfsgerechte Lösungen
Gemeinsam mit den Partnern Glasfaser-ABC und HUBER+SUHNER Bktel bietet die ASTRA Deutschland GmbH zukunftssichere Glasfaser-Satelliten-Lösungen mit Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung. Unabhängig von der Projektgröße geht es dabei stets um das Ziel, superschnelles Glasfaser-Internet mit allen Vorteilen einer optischen SAT-ZF-Übertragung zu bündeln und Eigentümergemeinschaften so maßgeschneiderte, rentable Konzepte für Mehrfamilienhäuser zur Verfügung zu stellen. Anders als bei anderen Anbietern sind die Glasfaserhaushalte dank Open Access hier nicht an Bundle-Pakete gebunden. Jede Wohnung wird mit vier Glasfaseradern ausgestattet und das Satellitensignal über eine Faser digital und komplett verlustfrei bis in die Wohnung gespeist. Für welche Dienste die übrigen drei Glasfaseradern genutzt werden, bleibt den einzelnen Haushalten überlassen. So können sie Telefonie, Internet oder Smart-Home-Dienste frei nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis wählen.


Foto: © Oleksiy Mark / Shutterstock.com


Schlagworte:
Glasfaseranschluss,WEG-neu,Beschlussfassung

zurück zur Übersicht