Neues Geschäftsmodell - Die Zukunft der Sondereigentumsverwaltung wieder wirtschaftlich attraktiv gestalten
28.10.2021 Ausgabe: 7/21

Die Honorare in der Sondereigentumsverwaltung (SEV) wurden in unserem Unternehmen in der Vergangenheit je Einheit festgelegt – so wie es in der Branche üblich ist. Im Durchschnitt kalkulierten wir 30 Euro pro Einheit und Monat. Nur in wenigen Fällen reichte das aus, um den tatsächlichen Aufwand zu decken. Mit der Abrechnung von Sonderhonoraren taten wir uns wegen des Pauschalpreises schwer. Zudem legten viele Eigentümer Wert darauf, eng in die Verwaltung ihres Sondereigentums eingebunden zu werden, und auf das persönliche Verhältnis zu ihren Mietern – meist mit viel zusätzlichem Aufklärungs- und Beratungsaufwand für uns. Im Großen und Ganzen war dies für uns unattraktiv, und wir haben Mandate abgelehnt, was Eigentümer in die unangenehme Lage bringt, eine SEV unabhängig von der WEG-Verwaltung finden zu müssen. Wir hielten es für höchste Zeit, Eigentümern dafür ein neues Geschäftsmodell anzubieten, eines, das die Verwaltung fair vergütet und Eigentümer darin unterstützt, ihr Sondereigentum vernünftig und effizient zu verwalten.

Vom Problemlöser zum Experten
So entstand die Plattform verwalten.com. Die Grundidee dahinter: Wir stehen mit unserer fachlichen Expertise zur Verfügung, wenn sie wirklich benötigt wird, und wir rechnen nach Aufwand ab. Damit sind wir weniger Problemlöser für alle Fälle als vielmehr Experten für besondere Probleme. Zentral hierfür ist, dass die Plattform Eigentümer in der regulären Verwaltung unterstützt und es ihnen ermöglicht, ihr Sondereigentum digital und effizient selbst zu verwalten.  Mieter, Eigentümer und die Verwaltung haben jeweils einen Login zur Plattform. Sie können direkt und in persönlichem Kontakt miteinander kommunizieren. Als Vermieter verbuchen sie selbstständig die Mieteinnahmen und versenden Mahnungen über die Plattform, falls Mietzahlungen ausbleiben. Anliegen von Mietern beantworten sie selbst. Die Verwaltung hat im Idealfall mit den Routinen im Tagesgeschäft der SEV nichts zu tun, und die Vermieter sparen sich das monatliche Honorar.

Do it yourself mit ­professioneller Unterstützung
Als Verwaltung werden wir erst hinzugezogen, wenn ein Eigentümer ein Anliegen nicht selbst bearbeiten will oder kann. Ein Klick, und alle relevanten Dokumente sowie die Korrespondenz dazu werden für die Verwaltung sichtbar. Darüber hinaus wird ein Auftrag mit einem konkreten Zeitbudget angelegt. Wir können den Auftrag annehmen, ablehnen oder nachverhandeln, sodass der tatsächliche Aufwand der Bearbeitung transparent wird. Durch die explizite Beauftragung können wir den Zeitaufwand jederzeit digital und für Auftraggeber nachvollziehbar erfassen und abrechnen. Unser fachlicher Anspruch an die Aufgaben in der SEV ist seither gestiegen, da die Eigentümer vieles selbst übernehmen.

Geringes Basishonorar, ­Aufpreis nach Leistung
Neu ist diese Idee prinzipiell nicht, in der Umsetzung bisher jedoch sehr aufwendig. Mit dieser Lösung bieten wir nun ein neues Modell ohne Mehraufwand an: Es gibt verschiedene Servicemodelle für die SEV. Für die feste Verknüpfung einer Wohneinheit mit uns als WEG-Verwaltung und die damit verbundene Vorhaltung von Kapazitäten vereinbaren wir ein geringes Basishonorar und einen Stundensatz, der nur anfällt, wenn ein Auftrag erteilt und angenommen wird. Gegen ein zusätzliches monatliches Honorar übernehmen wir Leistungen wie Kontoführung, Buchhaltung oder Erstellung der Betriebskostenabrechnung. Eigentümer können die Vertragsbestandteile bedarfsgerecht zusammenstellen. So sparen sie sich hohe monatliche Pauschalen und zahlen stattdessen nur für Leistungen, die sie tatsächlich in Anspruch nehmen. Wir stehen ihnen mit fachlichem Rat zur Seite, wenn dies erforderlich ist – und bekommen auf Knopfdruck alle dazu nötigen Informationen digital, ohne Fluten von E-Mails und zahllose Telefonate. Insbesondere in der Schadensbearbeitung spart dieses Vorgehen nicht nur Kosten, sondern schont auch die Nerven aller Beteiligten.

Eine neue Sichtweise entsteht
Verändert hat sich damit unsere Wahrnehmung des eigenen Tuns: Wir fühlen uns als Verwaltung nicht mehr als „Mädchen für alles“, sondern tatsächlich als Experten für fachliche Fragen und die qualifizierte Erledigung relevanter Aufgaben, die Eigentümer nicht selbst erledigen wollen oder können — mit erstaunlich motivierender ­Wirkung auf die Objektbetreuung.

Der Einsatz der Plattform wirkt sich aber auch auf weitere Bereiche im Unternehmen aus: Anfragen von Neukunden der SEV, die wir in der Vergangenheit abweisen mussten, können wir heute professionell und auf Augenhöhe partnerschaftlich betreuen – und das durchweg wirtschaftlich, ohne einzelne Mandate über riskante Mischkalkulationen schönrechnen zu müssen. Wir haben die Kosten der Plattformnutzung und zusätzliche Umsätze, wenn ein lukrativer Auftrag erteilt wird.

Und unsere Kundschaft? Sie freut sich über deutlich niedrigere monatliche Honorarpauschalen, die teils sogar ganz entfallen, und sie kann im Fall des Falles auf die Unterstützung durch die erfahrene Immobilienverwaltung ihres Eigentums zählen.

Das neue Modell für die SEV
verwalten.com bietet eine neuartige Lösung für die Sondereigentumsverwaltung. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Verwaltung von Mietobjekten neu zu denken und zu digitalisieren. So nehmen Eigentümer die Verwaltung und Vermietung ihrer Wohnungen selbst in die Hand, und für Verwaltungen entstehen mit der Nutzung der Plattform neue Perspektiven, die Zukunft der SEV wirtschaftlich attraktiv zu gestalten.

Foto: © Grand Warszawski / Shutterstock.com


Schlagworte:
Honorargestaltung,Geschäftsmodell,Online-Plattform

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